Skoda Fabia: Monte Carlo in Thüringen


  • mid Pößneck - Am Rande des Meisterschaftslaufs der ADAC Rallye Thüringen konnte der neue 1,0-Liter-Dreizylinder im Skoda Fabia zeigen, was er kann. Skoda

  • mid Pößneck - Mit 110 PS aus drei Töpfen sprintet der Fabia in 9,5 Sekunden auf Tempo 100 und ergibt sich erst bei 196 km/h den Fahrwiderständen. Skoda

  • mid Pößneck - Der neue Motor überzeugt durch seine Laufruhe und die niedrige Geräuschkulisse. Skoda

  • mid Pößneck - Straßen-Fabia trifft Rallye-Auto: Der Rennwagen fährt mit 280 PS vor und ist das erfolgreichste Rallye-Fahrzeug seiner Klasse. Mirko Stepan / mid

  • mid Pößneck - Die amtierenden Deutschen Rallye-Meister Fabian Kreim und Frank Christian konnten auch in Thüringen die Fans begeistern - und sich die Führung in der Fahrerwertung sichern. Skoda

  • mid Pößneck - Das 3-Zylinder-Aggregat ist mit 95 oder 110 PS zu haben. Skoda

  • mid Pößneck - Der Innenraum ist übersichtlich, gut verarbeitet - und dank der mehrfarbig gestreiften Polster auch ein bisschen bunt. Skoda

Wie Fabian Kreim und Co-Pilot Frank Christian bei der 56. Thüringen-Rallye die Tabellenspitze in der Deutschen Rallye-Meisterschaft erobert haben, hat Eindruck hinterlassen. Aber nicht nur ihr Fabia R5 hat auf den Thüringer Landstraßen eine gute Figur gemacht. Auch der Serien-Fabia mit neuem Dreizylinder-Aggregat kann überzeugen.

Wer Kreim/Christian, dem amtierenden Meister-Duo der Deutschen Rallye-Meisterschaft und nach dem souveränen Auftritt in Thüringen - alle zehn Wertungsprüfungen gewonnen - den Führenden der Meisterschaftswertung dabei zu geschaut hat, wie sie ihren Fabia R5 um die engen Ecken des Stadtkurses in Pößneck gezirkelt und über wellige und kurvige Landstraßen gehetzt haben, der könnte etwas mitleidig die eigenen Fahrkünste beäugen. Es beschleicht einen das Gefühl, der eigene Ansatz, ein Auto zu bewegen, wäre stümperhaft.

Macht man sich allerdings die Rollenverteilung - Amateuer hier, Profi dort - bewusst, kommt die Freude am Fahren schnell zurück. Dafür sorgt auch der neue Motor im Skoda Fabia, obwohl er mit 170 PS weniger vorfährt als das Rallye-Ungetüm der Profis. 81 kW/110 PS stehen im Datenblatt für den 1,0-Liter-TSI-Turbobenziner, der auch 95-PS-Variante zu haben ist. Der leistungsstärkere Motor im Testwagen mit 6-Gang-Schaltung (gegen Aufpreis gibt es auch ein 7-Stufen-DSG) lässt den Fabia in 9,5 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen. Gegen seinen Rallye-Bruder kann der Kleinwagen zwar nicht mithalten, im Alltag erweist sich der Fabia mit dem Dreizylinder aber als äußerst agil. Das zeigt auch der Blick ins Datenblatt: Mit 200 Newtonmeter stehen 25 Newtonmeter mehr maximales Drehmoment zur Verfügung. Allerdings braucht der Dreizylinder, der den bisherigen 1,2-Liter-TSI-Vierzylinder abgelöst hat, auch mehr Drehzahl als dieser.

Wer dem Kleinen - angestachelt von der Rallye-Begeisterung - ein bisschen die Sporen gibt, kommt allerdings schnell auf rund neun Liter Verbrauch je 100 Kilometer. Im Normalbetrieb und unter Einhaltung der Richtgeschwindigkeit von 130 km/h kommt der Fabia mit sechs Liter aus, das ist in Ordnung.

Positiv fällt auf, dass der Dreizylinder äußerst laufruhig ist. Nur beim Motorenstart wackelt das Aggregat merklich, danach ist der Motor nicht mehr von einem Vierzylinder zu unterscheiden. Und auch die Geräuschkulisse ist angenehm ruhig, was nicht nur auf die gute Fahrzeugdämmung zurückzuführen ist.

Das Fahrwerk ist in der Top-Ausstattung "Monte Carlo" etwas straffer, allerdings nicht zu hart gefedert. Das kommt dem Fahrspaß zugute, ohne dass der Komfort leidet. Hier hat Skoda ganze Arbeit geleistet, denn der Kleinwagen ist auf Langstrecken genauso bequem wie ein Großer. Dazu kommt das markentypische Platzangebot, das keine Wünsche offen lässt. Mit 330 bis 1.150 Liter ist der Fabia der Klassenbeste und bietet genug Stauraum, um beispielsweise dem Rallye-Tross durch Deutschland hinterher zu reisen.

In der Monte-Carlo-Ausstattung bietet der Fabia zudem neben den optischen Verschönerungen wie einer neuen Frontschürze und einem schwarzen Heckdiffusor Annehmlichkeiten wie Sportsitze, sie sehr bequem sind und guten Seitenhalt bieten. Etwas gewöhnungsbedürftig ist das Streifenmuster, das allerdings dem ansonsten eher schlichten Innenraum ein bisschen Farbe einhaucht. Ebenfalls zum Paket gehören Alu-Pedale und ein unten abgeflachtes Sport-Lederlenkrad mit Bedienfunktionen für Multimedia und Bordcomputer.

Dazu kommen noch 18 Simply-Clever-Lösungen wie ein Eiskratzer in der Tankklappe und ein Regenschirm unterm Beifahrersitz. Skoda bleibt sich auch beim kleinen Fabia treu, die Wolfsburger Tschechen bieten ziemlich viel Auto fürs Geld. Mindestens 19.930 Euro kostet der Fabia Monte Carlo mit 1,0-Liter-Benziner. Der Endpreis lässt sich aber wie beim Testwagen mit allerlei Extras - Glasdach, 17-Zoll-Felgen, Rückfahrkamera, Navi mit Online-Verkehrsinformationen und vielem mehr - auch auf 23.649,99 Euro hochschrauben.

Mirko Stepan / mid


Technische Daten: Skoda Fabia 1,0 TSI Monte Carlo:
Viertüriger, fünfsitziger Kleinwagen, Länge/Breite/Höhe/Radstand in Meter 4,03/1,73/1,47/2,47, Kofferraumvolumen: 330 bis 1.150 l, Wendekreis: 10,40 m, Leergewicht: 1.130 kg, max. Zuladung: 530 kg, Tankinhalt: 45 l.
Antrieb: 1,0-Liter-Drezylinder-Turbobenziner mit 81 kW/110 PS, max. Drehmoment: 200 Nm bei 2.000/min bis 3.500/min, 6-Gang-Schaltgetriebe, 0-100 km/h: 9,5 s., Höchstgeschwindigkeit: 196 km/h, Normverbrauch: 4,4 l Super/100 km, CO2-Emission: 103 g/km, Preis: ab 19.930 Euro. (vm/mid)



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