Alles für den Camper: Der Caravan Salon wächst weiter (Teil 2)


  • mid Groß-Gerau - Leichtbau spielt bei Reisemobilen eine immer wichtigere Rolle. Messe Düsseldorf / C. Tillmann

  • mid Groß-Gerau - Aus dem Florida wird ein California XXL: VW Nutzfahrzeuge präsentiert eine Studie auf Crafter Basis. VWN

  • mid Groß-Gerau - Zurück in der besseren Gesellschaft: Mit dem Integra meldet Eura Mobil wieder Ansprüche in der gehobenen Mittelklasse an. Eura Mobil

  • mid Groß-Gerau - Einstiegsmodell: Knaus will mit der neuen Live-Baureihe Neu-Camper umwerben. Knaus

  • mid Groß-Gerau - Ungewöhnlich: Der La Strada Avanti H hat ein Hochbett und einen Heckwaschraum und basiert auf dem Fiat Ducato. La Strada

  • mid Groß-Gerau - Erstmals mit VW: Knaus baut den Crafter zum Reisemobil um und nennt den Camper "BoxDrive". Michael Kirchberger / mid

  • mid Groß-Gerau - Mehr Van wagen: Bürstner setzt auf die neuen Lyseo-Modelle. Bürstner

  • mid Groß-Gerau - Auch als Integrierter: Der Bürstner Lyseo Time I krönt die Baureihe der Hymer-Tochtermarke. Bürstner

  • mid Groß-Gerau - Mehr Alkoven: Dethleffs setzt verstärkt auf diese Aufbauform, hier der Globetrotter XXL. Dethleffs

  • mid Groß-Gerau - Platz für Sechs: Im großen Dethleffs Globetrotter können mehr Camper dinieren als auf der Fahrt dabeisein können. Dethleffs

Reisemobile:

Bürstner stellt den Lyseo TD Harmony Line nach Düsseldorf, der auf der vor einem Jahr auf dem Caravan Salon gezeigten Studie basiert. Viele serienmäßige Extras machen das Fahrzeug attraktiv. Vier Grundrisse gibt es in der neuen Baureihe Lyseo Time I auf Basis des Citroen Jumper. Das Grundmodell des integrierten Reisemobils kostet 61.990 Euro. Bei Laika wurden alle Ecovip-Modelle überarbeitet, neues Holzdekor Nussbaum oder toskanische Ulme werden geboten. Neu ist der nur 5,99 Meter lange Ecovip 305, dessen Querbett im Heck sich per Knopfdruck abgesenkt oder bis unters Dach gehievt werden kann. Der Ecovip 412 hat nun eine L-Sitzgruppe und ein Queensbett im Heck. Eura Mobil kommt mit dem Integra und zwei Grundrissen wieder in der oberen Mittelklasse an. Die markante Optik wird von Lauflichtblinkern unterstützt, die Preise liegen bei wenigstens 90.000 Euro.

Sunlight präsentiert mit dem I 68 und dem I 69 L seine ersten Integrierten-Reisemobile. Zur Wahl stehen Einzel- oder Queensbetten im Heck, eine Winkelküche und ein großes Raumbad. Dethleffs dagegen hat die Alkovenmobile wieder entdeckt. Vor allem für Vermieter ist der große Globetrotter XXL A 9050-2 auf Ivevo Daily interessant. Alle Modelle der Baureihe haben das Innendesign des Globetrotter XLI bekommen und treten so mit einem besseren Wiedererkennungseffekt an. Für bis zu sechs Personen taugt das Alkovenmodell Trend A 78777-2 für 65.000 Euro mit Doppelboden und einem zulässigen Gesamtgewicht von 5,5 Tonnen. Knaus überrascht mit der neuen Einsteiger-Baureihe Live, die ab 49.900 Euro zu haben ist. Als Ergänzung gibt es die Live-Wave-Modelle, die ein serienmäßiges Hubbett im Bug und ein geräumiges Bad haben. Als "Traveller" bekommt der Live einen Alkoven und drei verschiedene Grundrisse. Im Toiletten-Raum bringt ein Schwenkwaschbecken mehr Platz, der eine geräumige Dusche ermöglicht.

Auch Forster gibt den Alkovenmobilen mehr Raum. Der neue Grundriss A 734 VB bietet bis zu sieben Schlafplätze. Alle Forster-Mobile bekommen hellere Möbel, das Grundmodell kostet günstige 47.990 Euro. Roller hat den Integrierten Pegaso gestrichen, verstärkt aber das Angebot von Einsteigermodellen. So bekommt die günstige Zefiro-Baureihe sechs integrierte Derivate mit Längen zwischen 6,97 und 7,41 Meter. Der Basispreis liegt bei 62.990 Euro. Noch günstiger sind die Roller-Sondermodelle Auto-Roller. Einen Teilintegrierten gibt es schon ab 47.990 Euro. Drei Grundrisse sind vorgesehen, ein Alkovenmodell soll später folgen. Hobby bietet für die Serien Optima de Luxe und Siesta de Luxe nun eine Komplettausstattung an, zu der unter anderem sogar ein Navigationssystem, eine extrabreite Eingangstür, solide Rahmenfenster, eine Markise, ein Gasflaschenauszug und das CI-Bus Bordmanagement-System mit TFT-Bedienpanel zählen. Zum 50. Geburtstag präsentieren die Norddeutschen ihren Kunden die Jubiläumsmodelle Optima Premium V 65 GE und T 70 V in markantem Design und mit hochwertiger Ausstattung für 63.160 und 68.460 Euro. Ein neuer Alkovengrundriss und Queensbett-Lösungen gibt es in der de Luxe- und der Premium-Klasse.

Ein kleines Facelift bekommen die Reisemobile von Malibu. Neu ist außerdem der 430, der als Teilintegrierter und als Integrierter zu haben ist. Auf 6,90 Meter Länge werden Einzelbetten im Heck und eine L-Sitzgruppe geboten. Bei der Muttermarke Carthago widmet man sich aufgrund anhaltenden Erfolgs ebenfalls den Details. Als erste Reisemobile bekommen der Carthago T 148 und der T 150 ein Tiefrahmenchassis von Alko. Außen aufgefrischt ist die Adria Baureihe Coral, innen neu gestaltet sind die Matrix- und Coral-XL-Modelle. Gleich vier neue Grundrisse finden sich im Programm der Matrix-Serie (670 SC , 700 SL, 670 SCX sowie 590 ST), die Integrierten Sonic-Mobile bekommen durch die Modelle 700 SC und 810 SL Zuwachs. Der 700 SC (7,50 Meter) hat ein Queensbett im Heck und ein Hubbett vorne. Der 810 SL misst 8,80 Meter in der Länge und hat im Heck Einzelbetten.

Hymer stellt den Exis-i vor, der eine Neuauflage des kompakten Integrierten ist. Optisch erinnert er stark an die B-Klasse Dynamic Line aus gleichem Hause, unter 3,5 Tonnen bleibt jedoch nur der 588 und kostet dann mindestens 72.390 Euro. Geld für mehr Sicherheit hat Niesmann und Bischoff in die Hand genommen und stattet die Liner-Modelle mit Airbags für Fahrer und Beifahrer aus. Bislang war das noch nicht möglich, da die werkseitig vom Hersteller des Basisfahrzeugs angebotenen Airbags nur dann übernommen werden konnten, wenn das Fahrerhaus erhalten blieb. Bei Integrierten Reisemobilen ist das jedoch nicht der Fall. In der Spitzenbaureihe Flair sind künftig zusätzlich ESP, eine bei einem Unfall wegklappende Pedalerie und Gurtstraffer zur Serienausstattung gehören.

Eine Wiedergeburt erlebt ein Wohnmobil-Klassiker in Düsseldorf. Westfalia legt den Sven Hedin neu auf, er rollt standesgemäß wieder auf einem Volkswagen, dem neuen Crafter. Der stellt für viele Camper eine willkommene wenn auch teurere Alternative zum Fiat Ducato dar, der vor allem wegen seines nicht sehr gelungenen Armaturenbretts, teils umständlicher Bedienung und vor allem einer unkomfortabel arbeitenden automatisierten Schaltung bei manch einem Interessenten nicht zur ersten Wahl gehört. Westfalia ermöglicht trotz der geringen Innenbreite des Crafter von nur 1,83 Meter den Einbau von raumsparenden Querbetten. Ein ausfahrendes GfK-Bauteil verlängert als Pop-Out im Stand die Liegefläche um 20 Zentimeter. Der Preis des Sven Hedin allerdings wird die meisten Ducato-Derivate ebenfalls in den Schatten stellen. Die Basisversion soll für knapp 60.000 Euro antreten.

Doch hat sich die Nutzfahrzeusparte von VW längst zur volumenstarken eigenen Reisemobilmarke gemausert. Der California auf T6-Basis gehört zu den meistverkauften Fahrzeugen in Deutschland. Da es bereits in der Vergangenheit einen Ausbau auf der größeren LT-Basis gab, weil viele Camper auf Dusche und Toilette nicht verzichten wollen, präsenteren die Hannoveraner auf dem Caravan Salon einen noch als Studie klassifizierten Crafter mit Ausbau namens "California XXL". Der mittlere Radstand erlaubt ein zwei Meter langes Bett für zwei und bietet eine kompakte Nasszelle sowie durchgehend Stehöhe dank des Hochdachs. Wenn der Applaus der Messebesucher laut genug ist, wird er vermutlich im kommenden Frühjahr in Serie gehen.

Der Caravan Salon 2017 wird eine Gala der Branche, die Vielfalt des Ausstellungsangebotes kaum zu übertreffen sein. Geöffnet ist die größte Campingmesse der Welt täglich von 10 bis 18 Uhr, die Eintrittspreise liegen bei 18 Euro, im Vorverkauf und ermäßigt kosten die Tagestickets 14 Euro.

Michael Kirchberger / mid (vm/mid)



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